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Rezension Ich heiße Marla

Rezension: „Ich heiße Marlar und mache einen drauf“

Ein Elefantenmärchen, das im Kölner Zoo spielt und alle Elefanten einbezieht. Das Elefantenkind Marlar verliert früh die Mutter und wird von der Herde aufgezogen. Ihren Kummer teilt sie oft einem sprechenden Felsen mit, der sie in ihrer Einsamkeit tröstet und ihr Rat gibt. Marlar ist anfangs Mittelpunkt aller, wird behütet und beschützt von den „Tanten“. Als weitere Jungtiere zur Welt kommen, wird Marlar zunächst eifersüchtig. Doch dann behauptet sie sich an der Spitze der Jungtiere und führt sie an, auch bei zahllosen Streichen. Aus einem gefährlichen Abenteuer rettet sie der Bulle Bindu in letzter Minute.

Ein zeitloses, bezauberndes Märchen. Junge Elefanten erfahren in der Gemeinschaft Geborgenheit und Freundschaft. Sie erlernen die Spielregeln des Zusammenlebens: Für einander da sein, sich helfen, die Schwachen schützen, Beispiel geben. Ihnen werden früh Grenzen gesteckt: Trotz allen Übermuts, sie müssen sich anpassen, in die Gruppe einfügen.

Sie werden erzogen, mit dem Ziel, auf der Wiese des Lebens die richtige Seite zu finden. In vielen Punkten durchaus übertragbar auf das Familienleben von uns Menschen.

Liebenswert. Empfehlenswert zum Vorlesen im Vorschulalter und zum Lesen für Groß und Klein!

Von Karin Lenz

Erschienen 2008 bei BoD, illustriert von Marianne Meschede, Preis: 14,95 €

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