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Die Distel

Die Distel

Ich hatte Sonnenstrahlen in mein Haar gewebt
blaugrüne und rote Blüten genäht
für das Gespinst, das meinen Traum umspielt
auf dem Weg zu dir

Frühtau benetzt den nackten Fuß
der das erste Laub schwebend streift
Boten gelebter Vergänglichkeit
auf dem Weg zu dir

Ich höre Farben, zart und licht
taumeln, fließen, umfassen mich
umarmen meinen Traum in wildem Tanz
erregen mich mit dem Atem der Gier
bis das Herz zerbricht, auf dem Weg zu dir

Das Grün des Blattes welkt
Der Sonnenstrahl nicht länger lacht
sein goldenes Kleid verhangen glimmt
er weint in blutroter Ferne

Und als die Distel den müden Fuß durchsticht
auf dem Weg zu dir
weiß ich, ich finde dich nicht
weil du gegangen bist

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